Das einzige ausschließlich volkskundliche Museum der Region besteht seit 1971. Es wird ehrenamtlich betrieben und zeigt in lebensnahen Szenarien bäuerliches Haus- und Arbeitsgerät, sowie dörfliche Handwerke des 18. und 19. Jahrhunderts.
Themen wie Wohnen, Nahrungsgewinnung und -konservierung, Ernte, Imkerei, Tischlerei, Schmiede, Sattlerei, Stellmacherei, Schuhmacherei und Bäckerei bilden den Schwerpunkt der ständigen Ausstellung. Außerdem wird an Modellen und historischen Landkarten die Ortsgeschichte Geismars veranschaulicht.
Besonders hervorzuheben ist die Textilabteilung, in der in didaktisch bemerkenswert klarer und vollständiger Weise die Arbeitsschritte dargestellt werden, die vom Flachs zum Leinen führten. Hervorgehoben sind volkskundliche Themen wie "Brauttruhe" und "Spinnstube". Ebenso wird die Wollverarbeitung gezeigt.
Das Museum enthält eine Fülle besonders schöner und seltener Exponate. Genannt seien hier stellvertretend Fensterbierscheiben aus dem 17. Jahrhundert, die zur Grundausstattung des Geismarer Rats- und Schulgebäudes gehörten, in dem sich das Museum heute befindet. Fensterbierscheiben sind im südlichen Niedersachsen eine Rarität.